Die 4. Kreuzzugsflotte Damokles errichtete nach einer erfolgreichen Beendigung ihrer Mission eine Ordensmission auf dem Planeten
Rohner Prime, bevor sie im gleichnamigen System Jagd auf die versprengten Feinde ihres Kreuzzuges gingen.
Peter DeSoto meldete sich, als junger Sohn eines industriellen Magnaten als einer der Ersten, freiwillig bei dem Orden der Black Templar und
wurde als Aspirant rekrutiert.
Nach 2 jährigen Ausbildung wurden Zwei Dutzend Rekruten von Rohner Prime auf die Kreuzzugflotte Damokles versetzt, wo jeder weitere
Implantate erhielt und von einem Paladin als Neophyt aufgenommen wurde. Peter trat seinen Dienst bei Paladin Merkel als Knappe und Diener
an, welcher als Gegenzug, unter den wachsamen Augen des Ordenspriester, ihn in die Kriegsführung und Ritualen des Orden einweiss.
Nach 6 Jahren als Neophyt stieg Peter DeSoto als vollwertiges Mitglied zum Paladin auf und diente weitere 33 Jahre als Krieger und Ausbilder, welcher
seinerseits Neophyten unter seine Fittiche nahm, dem Orden.
Es war nur eine Frage der Zeit und DeSoto stieg in den Rang eines Schwertbruders auf, wo er die geheiligte Rüstung der Terminatoren in
den Kampf tragen durfte.
Durch seine hervorragenden Leistungen in der Schlacht und der Fähigkeit immer im Zentrum der Schlacht die Feinde des Imperators empfindlich zu treffen,
war DeSoto bald ein leuchtendes Beispiel für alle Black Templar.
Wenige Jahre später verstarb Feldmarshall Richert und DeSoto war der nächste Anwärter.
Gemäss der Tradition des Ordens, stellte sich DeSoto dem rituellen Zweikampf und dem Wettkampf der strategischen und taktischen Fähigkeiten.
Wie nicht anders zu erwarten war, bestand er sämtliche Prüfungen und wurde von den Schwertbrüdern zum Feldmarshall ernannt.
Die ersten zwei Jahre schien DeSoto mit der Führung des Ordens seine Schwierigkeiten zu haben und änderte dadurch seinen Kommandostil grundlegend.
Er verteilte seinen Führungstab auf sämtliche Einheiten und übernahm selbst den Befehl über die Sprungtruppen, wo er wie früher, die Schlacht
direkt an der Front beeinflussen konnte.
Seit dieser Zeit wurden sämtliche Brüder von seinem Eiffer angesteckt und folgen ihm überall hin.
Beim Archeo Zwischenfall mussten die Black Templar einen schweren Schicksalsschlag einstecken. Um die restliche Einheit von den Ausserirdischen
Tau zu retten, stürmte er mit seinem kleinen Trupp direkt in die feindliche Stellung hinein, er alleine überlebte diesen Sturmangriff, sämtliche
kamen bei dem Sturm auf die Gruppe ums Leben, während er den Feind so lange ablenken konnten, dass die restlichen Brüder mit Thunderhakws in Sicherheit
gebracht wurden konnten.
Einer kleinen Gruppe Paladine gelang es, nach einem beherztem Angriff, den verwundeten Feldmarschall zu retten. Obwohl sein Körper
von den Ärzten der Kreuzzugsflotte komplett wieder hergestellt wurde, gelang es ihnen nicht, Peter DeSoto aus dem Koma zu holen.
Ein Jahr nach dem Archeo Zwischenfall fand auf dem Flagschiff der Flotte in der heiligen Kammer eine Zusammenkunft statt. Nur wenige
Eingeweihten war
das Betreten dieses Raumes gestattet. So wie die Chorkrypta als die Herzkammer des Ordens galt, so war die heilige Kammer das Gehirn
der Organisation.
Hier lagerten hinter ellendicken Mauern das Zentralarchiv der Templer.
Zwölf Männer sassen um einen runden Tisch aus blankpoliertem Kastanienholz.
"Wir haben den Fall Gemini zur Genüge disputiert", sagte der Grossmeister. "Ich habe
den Inneren Rat einberufen, um Euch über die angeforderten Texte des Ordens der Schweizer zu informieren. Vor allem jedoch will ich
euch davon in Kenntnis setzen, was der Orden zu tun gedenkt."
"Was habt Ihr vor?" fragte Girac, "DeSoto ist seit knapp einem Jahr im Koma und nichts
deutet darauf hin, dass sich sein Zustand je wieder ändern wird."
"Ein Sprichwort lautet: Niemand vermag zweimal in den gleichen Fluss zu steigen.
Wir werden es tun. Der gleiche Mann wird an derselben Stelle noch einmal in den Strom der Zeit steigen, so, als wäre das letzte Jahr nicht
verflossen. Wir werden das Projekt Gemini in die letzte Phase führen. Peter DeSoto wird wie ein Phönix aus seiner Asche steigen und noch
wachsamer und
gewappneter sein als beim ersten mal."
antwortete der Grossmeister ausführlich
"Was verlangen sie?" fragte ein besorgter Templer.
Der Grossmeister blickte auf den Ursprung der Frage und antwortete: "Der Orden der Schweizer will jediglich die
Konstruktionspläne einiger
unserer Fahrzeuge."
"Das sind Söldner!" stöhnte ein unzufriedener Templar.
"Es ist Entschieden und ihr alle werdet Euren Teil beisteuern, so dass Projekt Gemini ein Erfolg wird!"
antwortete der Grossmeister mit
unterdrücktem Ärger.
Er erhob sich zum Zeichen, dass die Versammlung beendet war.