Kampagnewochenende 2004
Planet Khazad Prime:
Ein Planet an einer Randzone des Imperiums und der Eldar. Besitzt keine grössere strategische Bedeutung. Wurde vor 50 Jahren vom
Imperium beansprucht, um die Bodenschätze des Planeten abzubauen. Schauplatz zahlreicher Überfälle von Weltraumpiraten (vorwiegend
Dark Eldar und Orks, gelegentlich auch kleinere Truppenverbände des Chaos).
Die Bevölkerung und dazu gehörige Infrastruktur wurde vor 20 Jahren durch eine Tyranidenschwarmflotte komplett ausgelöscht. Seit dieser
Zeit wird dieser Planet vom Imperium wieder aufgebaut, da die verbliebenen Bodenschätze benötigt werden und das Gelände ideal für die
Truppen des Imperiums als Übungsplatz ist, da sich noch vereinzelte Tyranidenrotten herumtreiben.
[Inquisitor Serpilan Torq]
Inquisitor Torq schritt unruhig hin und her, es war nicht einfach gewesen die Ausserirdischen in einem Raum zu versammeln, ohne
dass sie sich gegenseitig die Köpfe einschlugen. Genau genommen war dies auch nicht der Fall gewesen, da Gros Onkel Hackbeckz zwei
seiner Leute „gemoscht „ hatte, wie der inzwischen wieder ruhige Ork, ausführlich erklärt hatte.
Ein vertretbarer Verlust, überlegte Serpilan, wenn er an sein Endziel dachte. Er atmete tief ein und wandte sich wieder den beiden
Ausserirdischen zu. Er blickte in die kalten Augen des Eldar und versuchte dessen Gedanken zu ergründen. Hass! Tiefgründiger Hass
schlug ihm entgegen und Serpilan lächelte. Dieser Hass hatte dazu geführt, dass sich dieser Eldar bereit erklärte, sich überhaupt mit
ihm zu treffen.
Hackbeckz war einfacher zu überzeugen gewesen. Nachdem Torq herausgefunden hatte, dass das entwendete Fahrzeug der Sororitas vor einem
Jahr von den überlebenden Orks geklaut wurde, konnten seine Leute die Fluchtroute bestimmen und den Aufenthaltsort eruieren. Ein einfaches
Versprechen von Macht und genügend Personen um zu moschen genügte um ihn hier her zu kriegen. Selbstverständlich durfte er dem Ork nicht
trauen und Serpilan hatte dies auch gar nicht vor. Genauso wenig durfte er sein Misstrauen gegen den Eldar nicht vergessen.
„Zum letzten mal“, sprach Serpilan Torq, „es werden keine Space Marines auf Khazad Prime sein, nur imperiale Soldaten und vielleicht eine
Delegation der Tau.“
Er blickte den Eldar an und fuhr fort: „Es ist kein Geheimnis, dass wir uns nicht leiden können und uns am liebsten die Köpfe einschlagen
wollen.“ Torq machte eine kleine Pause und blickte in die verständnislosen Augen des Orks. „Bedauerlicherweise sind einige Vertreter
meines Volkes, wie auch Angehörige ihres Volkes der Meinung, dass sich die Menschen und die Eldar vereinigen sollten um gemeinsam gegen
das Chaos vorzugehen.
Ahh, wie ich sehen halten sie genauso wenig davon wie ich und aus diesem Grund, sollten wir drei ein zeitlich begrenztes Bündnis eingehen,
damit wir unsere Volksanführer zu einem Krieg gegeneinander bewegen können.“ Mit diesen Worten blickte Serpilan Onkel Hackbeckz an
und erklärte den beiden Ausseridischen seinen Plan.
Drei Monate später...
[Leutnant Ryan]
Detonationen liessen die zerfallen Silhouette der Makropole wie bei einem Feuerwerk aufleuchten und zeichneten die einst so
stolzen Gebäude als Schattenrisse vor dem aufgewühlten Himmel.
Von seinem Posten hoch oben in einem der wenigen von der ausserirdischen Bedrohung bisher unerreichten Gebäude musterte der
vorgeschobene Beobachter der Bravokompanie die zerstörte Stadt. Sein Makrofernglas zeigte nur wenige Details der im Dunkeln liegenden
Landschaft, lediglich die Fackeln und Scheinwerfer der näherrückenden Invasoren tauchte Teile der Stadt in eine Flut flackernder Lichtern.
Hier und da leuchteten Flammen auf, als die Orks systematisch die Häuser nieder brannten. Im Infrarotbereich jedoch glühte die gesamte
Südseite der Stadt. Orks! Tausende widerlicher, lärmender Orks, die seine Stadt mit dem Gestank des Todes verpesteten.
[Korporal Jackson]
Die Strassen voraus waren von einer soliden Wand aus krakelnden Grünhäuten verstopft. Der Lärm ihrer Schreie war deutlich hörbar,
selbst über den Ausläufern der Industriestadt. Gelegentlich donnerte ein imperiales Bombardement in die Horde und liess Steine und
Staub auf die versammelten Orks regnen. Jedesmal, wenn eine Salve ihr Ziel fand, jedes Mal, wenn zerfetzte Orkkörper in die Luft
geschleudert wurden, schienen die Überlebenden nur noch lauter zu schreien. Treffer, die ganze Züge imperiale Soldaten in panische
Flucht getrieben hätten, wurden mit donnerndem Gebrüll voller Kampfeslust begrüsst.
Korporal Jackson hasste diesen Klang mit Inbrust. Er brachte furchtbare Erinnerungen zurück, Angst, Schmerz und Blut, das in staubige
Asche tropfte. Mit einem Schauder betrachtete er seine augenblickliche Situation: Er lag flach auf einem rostigen Gehweg, zehn Meter
über einem Schwadron Panzer.
[Leutnant Ryan]
Ein donnernder, betäubender Lärm überraschte Ryan, als das nächste Bombardement die Orks traf, so laut, dass selbst das
Grölen der Grünhäute für einige wenige, himmlische Momente übertönt wurde. Ein harter, beissender Wind wehte um seinen Uniformmantel
und Russ verdreckte sein Fernglas. Es wischte es mit dem Handrücken sauber und öffnete einen Komm-Kanal.
„Nun denn, meine Herren, wir haben zwar hier die beste Aussicht im Haus, aber vielleicht schenken Sie mir doch etwas von ihrer
wertvollen Zeit für eine kleine Einweisung.“
[Korporal Jackson]
Jackson lauschte den Ausführungen seines Vorgesetzten und stimmte ihm in der Lagebeurteilung kommentarlos zu. Jackson wandte sich an
das Laserkanonenteam, das neben ihm lag.
„Gayner, sobald die Truppentransporter der Orks ins Offene kommen, will ich nur noch rauchende Wracks sehen. Keiner, ich wiederhole
keiner von ihnen darf an uns herankommen! Der gesamte Zug zählt auf euch.
Peterson! Nimm den verdammten Kopf runter und bleib gefälligst in Deckung! Die nächste Warnung, die du bekommst, ist wahrscheinlich
ein Splitter glühendes Eisen in deinem Gesicht!“
Eine Reihe kleinerer Explosionen erklang zu seiner Rechten und er konnte sehen, wie Detonationen die Brücke in ihrem Grundpfeilern
erschütterten. Jackson senkte den Blick wieder auf die Strasse vor ihm.
Er konnte fühlen, wie sein Herz beschleunigte, als er die Orkhorde sah, die gerade begann, sich durch die Strassen vorzuarbeiten.
Die Aliens mussten das Signal erhalten haben, auf das sie gewartet hatten, denn plötzlich konnte Haines überall in der Stadt Orks
aus den Gebäuden strömen sehen. Der Wind trug das Geräusch zahlloser aufdrehender Motoren heran, jeder ein Fahrzeug mit einer
tödlichen Fracht aus tobender Grünhäuten.
Die Orks kamen.
Jackson wurde das Gefühl nicht los, dass dies der letzte Tag in seinem Leben sein konnte.
Einen Monat später...
[Inquisitor Benjamin Ramius]
Gesendet an: Inquisitor Torq Empfänger: Astropath Derfnam (Inquisitation Aufzeichnung)
Gesendet von: Ordo Malleus Sender: Astropath Terminus
Gesegnet sei der Imperator. Mein Freund Serpilan, der Gouverneur vom Planet Khazad Prime ersucht dringend um Unterstützung gegen die
einfallenden Orkhorden. Da keinerlei Truppen zur Verfügung stehen, hat der Orden einen Auftrag an dich. Nicht weit vom Planeten befindet
sich ein kleiner Stützpunkt der Eldar und der Ordo Malleus findet den Zeitpunkt günstig, um die zukünftige Zusammenarbeit mit den Eldar
zu testen. Deine Aufgabe wird sein, sich der Unterstützung der Eldar zu versichern und dem Planeten Khazad Prime zu unterstützen. Ich
weiss genau mein Freund, wenn es jemand schafft, dann bist du derjenige. Möge der Imperator seine schützende Hand über dein Haupt heben.
Inquisitor Benjamin Ramius
[Inquisitor Serpilan Torq]
Der Raumkreuzer Human Loyalty erschien aus dem Warpraum im System Aldur, wo sich bereits ein Kreuzer der Eldar aufhielt.
Inquisitor Torq durchschritt die Brücke und blickte durch den riesigen Raumschiff auf das elegante Raumschiff hinab.
„Senden Sie das vereinbarte Signal und bringen sie uns nach absenden der Nachricht zum Planet Khazad Prime!“ befahl Torq mit
ruhiger Stimme.
„Aye Sir!“, antwortete der Captain des Kreuzer pflichtbewusst und beeilte sich, die Befehle auszuführen.
[Soldat Gibson]
Gibson rollte in die Deckung des Kistenstapels, als die Stelle, an der er sich nur Sekundenbruchteile zuvor befunden hatte, von
Fusionsstrahlen durchlöchert wurde. Das war verdammt knapp gewesen! Hätte er nicht das verräterische Glitzern von Sonnenlicht auf
Metall gesehen, wäre er es gewesen, der jetzt in Fetzen herumliegen würde. Die Deckung der massiven Kiste ausnutzend, riskierte er
einen vorsichtigen Blick, um seinen Möchtegernattentäter auszumachen. Im zweiten Stock eines Hauses nahm er Bewegungen war und riss
beide Pistolen in die Höhe und gab einen kurzen Feuerstoss auf die Stelle ab, an der er den mysteriösen Scharfschützen gesehen hatte.
Für einen Moment dachte Gibson, einen Eldar in dem Fremden erkannt zu haben, doch er musste sich irren, Inquisitor Torq hatte sie als
verbündete Truppen bezeichnet, sie standen daher im Grunde auf seiner Seite.
Ein leichtes Scharren hinter Gibson brach die Gedankenkette ab. Mit blitzschnellen Reflexen fuhr er herum und liess die Mündung seiner
Waffen hell aufblitzen. Falls sich jemand von hinten an ihn herangeschlichen hatte, würde er nicht lange genug leben, um es zu bereuen.
Die Geschosse fetzten in das Bein eines Banshees. Sein Angreifer ging zu Boden und Gibson legte an, um diesem verräterischen Eldar den
Rest zu geben. Erst schiessen, dann fragen – das war Gibsons Motto. Der Ausserirdische war wirklich hart im nehmen, selbst mit einem
Bein voller Blei stand er bereits wieder auf und schien eher verärgert als schwer verwundet.
„Ciao Kumpel!“ knurrte Gibson und richtete die Pistole auf die Stirn seines Gegners. Nicht einmal dieser Xeno würde wieder aufstehen,
wenn sich sein Gehirn über den schmutzigen Asphalt verteilt hatte, grinste er zu sich selbst, als er sanft den Abzug betätigte. Das
Grinsen gefror jedoch und ein entsetzter Ausdruck erschien auf seinem Gesicht, als der Schlagbolzen mit einem hohlen Klicken eine leere
Munitionskammer traf.
Sein Gegner starrte ihm in die Augen, das kampfgezeichnete Gesicht von einer wüsten Grimasse verzerrt. Mit hoch erhobener Energiewaffe
warf er sich direkt auf den fassungslosen imperialen Soldaten.
Wenige Tage später...
[Inquisitor Serpilan Torq]
Gesendet an: Inquisitor Ramius Empfänger: Astropath Terminus (Ordo Malleus, Inquisitation Aufzeichnung)
Gesendet von: Inquisitor Torq Sender: Astropath DerfnaM
„Verfluchte Xenos!“ eröffnete Serpilan die Botschaft. „Vergib mir Benjamin, mein Temperament ging mit mir durch. Ich erzähle dir am
besten alles von Anfang an. Wie angeordnet traf ich mich mit den Eldar im Adur System und überbrachte unsere Wünsche zu einem Bündnis,
welches nach wenigen Tagen vom Rat auch angenommen wurde. Gemeinsam machten wir uns dann auf den Weg zum Planeten Khazad Prime, wo wir
die Orks vertreiben wollten. Als ich mich mit dem planetaren Gouverneur treffen wollte um die Verteidigung zu koordinieren, griffen uns
diese heimtückischen Eldar ohne Vorwarnung an und konnten durch diesen Überraschungsangriff zahlreiche Kompanien der stationären imperialen
Truppen auslöschen.
Wir müssen an ihnen ein Exempel statuieren und ich empfehle dringendst, alle weitere Verhandlungen mit den Eldar zu beenden und sie an
allen Fronten anzugreifen. Glücklicherweise habe ich an Bord der Human Loyality ein weiteres Regiment imperiale Truppen, um die
Orkbedrohung, sowie die Eldar auszulöschen.
Commander Unger ist einer meiner besten Kommandeure und wird sich dieser Herausforderung ohne zu zögern stellen.
Sofern sich Space Marines oder Angehörige der Schwesternschaft in der Nähe befinden, wäre ich für ein wenig Unterstützung nicht undankbar.
Inquisitor Serpilan Torq
[Inquisitor Serpilan Torq]
Serpilan beendete die Botschaft und liess sie abschicken. Mit einem lächeln auf den Lippen machte er es sich im Sessel bequem.
"Es hat begonnen!" flüsterte er zu sich selbst.
"Informiert den Oberbefehlshaber Mortimer Clemens Vanderhoff, dass er die 13. Legion von Atria in Marsch setzt!" befahl Serpilan seinem Untergebenen.
Nicht allzuweit entfernt...
[Magdalena]
Magdalena war völlig entspannt. Sie war in gedämpftes Licht, wohlriechende Düfte und eine sanfte Wärme getaucht.
„Magdalena, es gibt da etwas das du wissen musst...“ sprach eine beruhigende jedoch bestimmte Stimme.
Etwas später:
Magdalena schritt aus dem Schrein heraus und wandte sich an Helena, welche bereits auf ihre Herrin wartete, „Die Stimme
hat zu mir gesprochen! Gib der flotte Befehl, Kurs nach Khazad Prime zu nehmen. Und veranlasst, das alles Kriegsmaterial
bereit ist. Es wird nicht einfach werden!“ Helena war ein wenig verwirrt über die Kriegspläne ihrer Herrin: „ Was ist geschehen?
Warum müssen wir unser Versteck den verlassen?“
„Es gibt Gelegenheit, die Flammen der Wahrheit zu verbreiten! Ausserdem ist da noch ein Ork anwesend, der uns etwas gestohlen hat“
erwiderte Magdalena. „Wen gilt es zu Läutern? Verleugner der Wahrheit?“ wollte Helena wissen und ihre Herrin erwiederte:
„Alle die sich uns in den Weg stellen, Um einen Inquisitor zu richten, der sich Serpilan Torq nennt...“
Khazad Prime
[Lieutnant Helsing]
"Der Master Chief Beckman und seine drei Leman Russ Panzertruppen werden vermisst, Sir!" berichtete der Korperal seinem Vorgesetzten.
"Könnte er vom Feind überrascht worden sein?" entgegnete Helsing.
"Möglich wäre es Sir, allerdings war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr viel von den Grünhäuten übrig, um jemanden zu überrachen", kam die zweifelnde Antwort,
"vielleicht haben sie sich abgesetzt Sir!"
Helsing versuchte diese Möglichkeit in betracht zu ziehen, allerdings tat er sich schwer, diese Idee weiter zu verfolgen. Wie weit würden
drei Leman Russ samt Besatzung schon kommen, vor allem wo sollten sie hin, auf einem feindlichen Planeten, wo es von Orks, Eldar Kriegern und den
Einheiten des Chaos nur so wimmelte. Konnte Beckman den Versuchungen des Chaos nicht wiederstehen oder geriet er in einen interhalt der Eldar?
Helsing musste alle Möglichkeiten in Erwägung ziehen.
"Korperal, schicken sie die Sentinels raus, vielleicht finden sie eine Antwort auf das verschwinden des Master Chiefs und informieren sie das Hauptquartier,
dass sich der Master Chief zusammen mit ein paar Verrätern auf der Flucht befinden könnte!"
[Lieutnant Helsing]
"Sir, die Nachhut wird von motorisierten Orkeinheiten angegriffen."
"Verfluchter Mist!", antwortete Helsing. Nachdem er die Orkhorden im vorhergehenden Gefecht dermassen dezimiert hatte, nahm er nciht an, dass sich die Horde
in derart kurzer Zeit wieder gesammelt haben konnte. Er hätte den Feind nicht dermassen unterschätzen dürfen, aber genau diese Selbstsicherheit
hatte ihn veranlasst, die Sentinels, welche sie rechtzeitig hätte warnen können, auf die Suche nach dem Mater Chief zu schicken. Nun gut,
es gab eine Lösung und er musste sie nur finden..
"Korperal, sammeln sie ihre Männer an der Brücke und lassen sie keine Grünhaut rüber, verstanden?"
"Ja, Sir!", bestätigte der Korperal und versammelte seine Männer, während Helsing den Höllenhund, das einzige seiner Fahrzeuge, im Zentrum stationierte.
Er überblickte kurz die Lage und rief dann: "Vorwärts Hunde, oder wollt ihr ewig leben?"
Lieutnant Helsing sandte nach der Schlacht ein Dankgebet zum Imperator. Seine Männer bereiteten den verfluchten Orks mit ihren Flammenwerfen eine heisse
Überraschung und es gelang ihnen, die Horde am überqueren der Brücke zu hindern. Seine Männer hatten unterdessen, unter hohen Eigenverlusten, den Vorstoss der feindlichen
Bikertruppen auf der linken Flanke gestoppt.
Der Angriff der Orks wurde aufgehalten, dass feindliche Fluggerät kam nicht näher, vermutlich sicherte es das Gebiet gegen einen Gegenangriff.
Die beiden anderen Orkfahrzeuge wurden vom Höllenhund auf Distanz gehalten. In Anbetracht der Mittel hatten sie gut abgeschnitten. Sie hatten den Kampf
zwar nicht gewonnen, doch waren sie am Leben und nur das zählte. Helsing wählte die allgemeine Funkfrequenz und gab den Befehl zum Abzug.
[Spionagesonde der Kreuzzugflotte Damokles]
Übertrage Bilder an Flagschiff jetzt:

[Grossmeister auf dem Flagschiff brennender Zorn]
"Hervorragend!", rief der Grossmeister, "Ein idealles Testgelände,
schicken die Truppen hinunter. Auch das Schweizer Beobachtungsteam!"

"Die ersten Bilder werden von unserem Scouttrupp übermittelt Sir, leite sie auf den grossen Schirm!"

"Sir, unsere Truppen haben die Necrons weggefegt, Ihre Anweisungen?"
fragte der Techniker dritten Grades den Grossmeister.
"Suchen sie ein neues Ziel und geben sie DeSoto die Koordinaten!"
"Aye Sir!"
[Inquisitor Serpilan Torq]
Die Ereignisse überschlagen sich, dachte sich Serpilan zerknirscht. Necrons, Eldar und verfluchte Tyraniden. Zumindest von ihnen wusste er bereits.
Jedoch hatte seine Späher weitere Gefechte gemeldet, wo er keine Ahnung hatte, wer sich da gegenüber standen.
"Die Würfel sind gefallen", sprach er ruhiger als ihm zumute war. "Sergeant, bringen sie uns in einen höheren Orbit, schliesslich wollen wir
nicht durch eine verfehlte Biospore getroffen werden!"
Er hasste es die Männer zurück zu lassen, doch damit musste Vanderhoff alleine
fertig werden, obwohl Serpilan bezweifelte, dass er den Schwarm aufhalten konnte.

Serpilan schaltete das Komgerät ab, als erneut verzweifelte Schreie der imperialen Truppen zu hören waren. 'Der Schwarm hatte die hinteren Reihe erreicht', dachte
sich der Inquisitor betrübt.
[Magdalena]
„Scannt nach Inquisitor Torq und nach Hackbeck! Wir landen, sodald wir einen von ihnen entdeckt Haben“ befahl Magdalena.
Es war stockfinstere Nacht, als die „Engel der Wahrheit“ auf dem Planeten landeten. Sie bereiteten sich darauf vor, den Orkstamm von
Hackbeck anzugreifen, welcher ihnen vor einem Jahr ein Schiff gestohlen hatte und die gesamte Besatzung ins Jenseits befördert hatte.
Magdalena wollte Rache, und sie würde sie bekommen!

Unerwartetes motorendröhnen lies sie aus ihren Gedanken aufschrecken. Was war da los? Diese Orks sind doch primitive Pilze, welche
unmöglich über so viele Fahrzeuge verfügen können!
Der Anblick, welcher sich ihr bot, brachte sie einen Moment aus der Fassung. „Neu formieren!“ schrie sie ihren Schwestern zu „Unser
Feind hat sich zu einem Heizakult entwickelt!“
Dann ging das Gemetzel los! Eine Mischung aus rotem Metall und grünem Fleisch kam unglaublich schnell auf die Schwestern zugedonnert
und ehe man es sich versah, waren die Grünhäute bereits im Nahkampf. Die Sororitas hielten sich tapfer, doch gegen diese Flut konnten
sie nicht bestehen. Beide seiten erlitten derart starke Verluste, dass niemand die Oberhand gewinnen konnte.
Magdalena, welche stark verletzt wurde, wurde von einigen Schwestern geborgen und zusammen mit den wenigen Überlebenden in eine Aschewüste
gebracht.

Als der Morgen dämmerte, schmiedete Magdalena bereits neue Plane, um Hackbeck zu stellen, als eine Alarmmeldung bei ihr einging.
Es wurden zwei Tyranidenschwärme gesichtet! Die Schwestern hatten gerade noch Zeit um in Verteidigungsposition zu gehen, als einer
der Schwärme angriff! Er bestand beinahe nur aus Haus hohen Monstren. Nicht viele, aber gross und gefährlich! Ausserdem war er offensichtlich nicht von einem Schwarmbewustsein abhängig! Die Sororitas hatten
keine Chance und wass mit einem geordnetem Rückzug begann, endete in heilloser Flucht, bei der viele ihr Leben lassen mussten.
Einen Triumpf hatte Magdalena in der Hand: Schwester Sandra hatte es geschaft, eine Hormondrüse aus einem der Tyraniden herauszureisen.
Damit bestand die Möglichkeit, eine Schwachstelle beim Schwarm der „Monstertyraniden“ herauszufinden. Leider hatte Schwester Sandra die
Drüse auf der Flucht durch eine nahe Wüste verloren. Jetzt musste die Drüse unter allen Umständen gefunden werden.
In der Wüste beschloss Magdalena, welche schon bessere Tage gesehen hatte, dass es an der Zeit war, Verstärkung aus dem Schiff anzufordern.
„Verdammt“ fluchte Magdalena, als sie am Horizont einen weiteren Tyranidenschwarm entdeckte.
„das sind doch die Vieher, welche wir bereits in der Aschewüste beobachteten, welcher uns aber nicht angriff!“
Nach Rücksprache mit dem Schiff wurde ihr klar,
dass diese Tyraniden ebenfalls auf der Suche nach der Drüse waren. „es wird wieder zu einer Konfrontation mit Tyraniden kommen“
teilte Magdalena ihren Truppen mit.

Die „Engel der Wahrheit“ fanden die Drüse zuerst, wurden jedoch in die Zange genommen und mussten sich von der Drüse lösen, um
den Schwarm abzulenken. Die Zange wurde gebrochen, doch in dem Gebiet, in welchem sie die Drüse zurückliessen, wimmelte es inzwischen
von Sporenmienen. Ein herannkommen war unmöglich und sie mussten sich zurücktiehen.

Magdalena war es persönlich, welche verhimderte dass die Drüse den Tyraniden in die Klauen fiel!
Als Magdalena Meldung erhielt, dass der Inquisitor und auch Hackbeck unauffindbar waren, beschloss sie, dass es für die „Engel
der Wahrheit“ an der Zeit war, den Planeten zu verlassen. Sie machte einen nahen Rendezvouspunkt aus, an welchem sie von den
Landungsbooten abgeholt werden sollten. Sie mussten nur noch ein Industriegebiet durchqueren und sie waren so gut wie auf dem Schiff.
Im besagten Industriegebiet hatten sich Chaos-Spacemarines der „Iron Warriors“ verschanzt und er kam erneut zum Kampf. Magdalena,
welche definitiv schon bessere Tage gesehen hatte, wollte ihre Rache bekommen und es war an der Zeit, dass jemand büssen Würde!
Wer, war egal. Das Chaos war in der Industrie? Nicht Magdalenas Problem. Dann würden halt die „Iron Warriors“ büssen!
Und wie sie büssten! Die Chaos-Spacemarines wurden beinahe völlig ausgelöscht und die Sororitas erlitten keine ernennenswerte Verluste.
Auf dem Schiff angelangt, wunderten sich die Schwestern der Hospitalis-Abteilung, dass Magdalena noch lebte, so stark verwundet war sie!
Magdalena konnte keines ihrer Ziele erreichen, aber sie hatte dazugelernt.
Sie wurde diesen Inquisitor schon finden und dann würde er für jeder seiner Lügen einzeln bezahlen...
[Vanderhoff]
"Status?" fragte Vanderhoff seinen Kommunikationsoffizier.

"Sir, wir erhalten grosse Verlustmeldungen aus beinahe jedem Abschnitt. Einige Leute haben sich schon in der
Stadt verschanzt und sind eingeschlossen."
"Ganz ruhig meine Junge, wir holen alle hier heraus, senden sie den Angriffsbefehl!"
[Berater des Grossmeisters]
"Hervorragende Arbeit meine Herren. Ich soll Ihnen im Namen meines Vorgesetzten zusichern, dass der Vertrag zwischen uns zu stande kommt.
Sie haben heute auf eindrückliche Art und Weise gezeigt, wie effizient ihre Methode ist. Dank Ihnen konnte der Paladin DeSoto wieder für den
Orden eingesetzt werden. Ich bin sicher, wir werden in naher Zukunft noch oft auf sie zurück kommen..."